Wolke und Quelle D. 896b Lied

Auf meinen heimischen Bergen
da sind die Wolken zu Haus’,
bin mitten innen gestanden,
und sah in’s Tal hinaus.

Sie aber flogen von dannen,
wie Schwäne so licht und leicht;
Wär’ gerne mit ihnen gezogen,
so weit der Himmel reicht.

Es drängte mich fort in die Fremde
zur Ferne ein wilder Trieb;
doch jetzt erscheinen mir Heimat
und Nähe gar heilig und lieb.

Nun sehn’ ich mich nimmer in’s Weite,
hinaus in’s nebelnde Blau;
nun späh’ ich mit stillem Verlangen
hinab in die schmale Au.

Was nickt dort unten am Fenster?
Und blühet wie Morgenlicht?
Ist’s ihre Ros’ am Gesimse?
Oder ihr holdes Gesicht?

Viel Glück ihr Wolken zur Reise!
Ich ziehe nimmer mit euch;
Was aber locket und lispelt
Da drüben im Lenzgesträuch?

Bist du es o Quelle, die flistert?
Ja, ja! ich eile mit dir;
Du kennst ja die kürzesten Wege,
Hinunter, hinunter zu ihr!

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