Verführung

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Text original: 

Der Tag, der schwüle,
verblaßt, und nun
in dieser Kühle
begehrt zu ruh'n,
was sich ergeben
dem Fest der Lust --
Nun schmiegt mit Beben
sich Brust an Brust...

Es hebt der Nachthauch
die Schwingen weit:
"Wer liebt, der wacht auch
zu dieser Zeit . . ."
Er küßt die Welle,
und sie ergibt
sich ihm zur Stelle,
weil sie ihn liebt . . .

O großes Feiern!
O schönste Nacht!
Nun wird entschleiern
sich alle Pracht,
die Tags verborgen
in Zweifeln lag,
in Angst und Sorgen --
Jetzt wird es Tag!

Still stößt vom Strande
ein schwankes Boot --
Verläßt die Lande
der Mörder Tod?
Er ward vergebens
hierher bestellt:
der Gott des Lebens
beherrscht die Welt! . . .

Welch stürmisch Flüstern
den Weg entlang?
Was fleht so lüstern?
Was seufzt so bang?
Ein Nie-Gehörtes
hört nun dein Ohr --
Wie Gift betört es:
was geht hier vor?!

Der Sinn der Töne
ist mir bekannt,
Drum gieb, du Schöne,
mir deine Hand:
Der ich zu rühren
dein Herz verstand,
ich will dich führen
ins Wunderland . . .

Mit süßem Schaudern
reißt du dich los.
Was hilft dein Zaudern?
Dir fiel dein Loos!
Die Stimmen schweigen.
Es liebt, wer wacht!
Du wirst mein eigen
noch diese Nacht!

Traducció: 
Tipus de traducció: 
Literal
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