Gesang der Apollopriesterin

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Es ist der Tag, wo jedes Leid vergessen.
Ihr Schwestern, horcht: der Heilige ist nah.
Er meldet sich im Rauschen der Cypressen,
Und unsre Pflicht steht winkend vor uns da.

Wir lassen ihm den dunklen Sang erschallen,
Daß seine schöne Sonne niedertaut,
Wir ziehn um seine weißen Säulenhallen,
Und jede ist geschmückt wie eine Braut.

Seht, unten, wo die kühlen Bäche fließen,
Dort wandeln heut' in Nacktheit Mann und Frau;
Sie trinken selig Duft und Klang der Wiesen,
Und alle blicken sie zum hohen Blau.

Und alle jauchzen sie, und alle pflücken
Die großen Freudenblüten dieser Welt.
Wir aber wollen nach der Frucht uns bücken,
Die golden zwischen Traum und Wachen fällt.

Wir bringen sie in einer Silberschale
Zum Tempel hin, dicht neben Speer und Schild.
Wir knieen nieder: Dufte, Frucht, und strahle
Dem Volk entgegen sein verklärtes Bild!

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Literal
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