Die Jugend (1) Lied

Geliebter Frühling meiner Tage,
wie voller Anmut blühest du!
so lang’ ich deine Rosen trage,
stösst mir kein missvergnügen zu;
du füllest mir die muntre Brust
mit feuer, leben und geblüte,
du nährst mit unschuldvoller Lust
mein immer fröliches Gemüte.

Was Kummer heißt, was eitle sorgen,
was grillen, ehrsucht, Geiz und Neid,
das bleibet mir so sehr verborgen,
als andern die Zufriedenheit:
ich leb’ in ungestörter Ruh,
und denke nicht auf künst’ge Plage.
Wie voller Anmut blühest du,
geliebter Frühling meiner Tage!

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