Dichters Genesung Lied

Und wieder hatt’ ich der Schönsten gedacht,
Die nur in Träumen bisher ich gesehen;
Es trieb mich hinaus in die lichte Nacht,
Durch stille Gründe mußt ich gehen:
Da auf einmal
Glänzte das Tal,
Schaurig, als wär’ es ein Geistersaal.

Da rauschten zusammen zur Tanz-Melodei
Der Strom und die Winde mit Klingen und Zischen,
Da weht’ es im flüchtigen Zuge herbei
Aus Felsen und Tale, aus Wellen und Büschen,
Und im Mondesglanz
Ein weißer Kranz
Tanzten die Elfen den Reigentanz.

Und mitten im Kreis ein luftiges Weib,
Die Königin war es, ich hörte sie singen:
»Laß ab von dem schweren irdischen Leib,
Laß ab von den törichten irdischen Dingen!
Nur im Mondenschein
Ist Leben allein!
Nur im Träumen zu schweben ein ewiges Sein!

Ich bin’s, die in Träumen dir oft erschien,
Ich bin’s, die als Liebchen oft du besungen,
Ich bin es, die Elfenkönigin!
Du wolltest mich schauen — es ist gelungen!
Nun sollst du mein
Auf ewig sein.
Komm mit, komm mit in den Elfenreih’n!«

Schon zogen, schon flogen sie all’ um mich hin, —
Da wehte der Morgen, da bin ich genesen!
Fahr’ wohl nun, du Elfenkönigin,
Jetzt will ein anderes Lieb mir erlesen;
Ohn’ Trug und Schein
Und von Herzen rein
Wird wohl auch für mich eins zu finden sein!

Compositor

Traduccions

Com podem millorar aquest Lied?